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Die Mind-Body Connection
Mind-Body Connection, ein in Deutschland weitgehend noch unbekannter Begriff, definiert das Zusammenwirken und die
Zusammengehörigkeit von Körper, Geist und Seele. Dieser Zusammenhang wurde seit René Descartes praktisch aufgehoben.
Heute finden wir das Ergebnis dieser Entwicklung in einer seelenlosen Körpermedizin und einer körperlosen
Seelenmedizin.
Vor 35 Jahren stellte Dr. Robert Ader an der New York's University of Rochester in seinen Untersuchungen fest,
dass es eine Wechselwirkung zwischen Psyche und Körper gibt. Diese Wechselwirkung basiert nicht auf einem linear
kausalen Zusammenhang, wie ihnen die Psychosomatik der heutigen Zeit zu Grunde legt: Körperliche Probleme haben
psychische Ursachen oder psychische Störungen entstehen aus körperlichen Störungen.
Robert Ader prägte den Begriff der Psycho-Neuro-Endokrino-Sozio-Immunologie und definierte damit einen Komplex
von Wechselwirkungen, die von grundlegender Bedeutung für eine Ganzheitsmedizin sind. Eine ganzheitliche Betrachtung bedeutet, den Menschen in seiner bio-psychosozialen Einheit zu sehen. Umwelt, Geist und Spiritualität
sowie der Einfluss von Energie- und Informationsfeldern werden in die Betrachtung einbezogen. Unter dem Namen
Psychoneuroimmunologie (PNI) hat sich daraus weltweit ein neues medizinisch-wissenschaftliches Fachgebiet entwickelt.
Die Mind-Body Connection wird beeinflusst durch innere und äußere Ereignisse und Anforderungen. Über diese Verbindung
wird Leben, Gesundheit und Wohlbefinden gesteuert. Eine Steuerung kann nur dann stattfinden, wenn ein ungehinderter
Informationsaustausch zwischen den Organsystemen möglich ist. Wenn wir den Menschen als biokybernetisch-
selbstregulierendes System auffassen, dann ist für seine Gesundheit, für seine Autoregulation eine ungestörte
Informationsübertragung notwendig. Dieser komplexe Wechselwirkungsprozess kann auch als Bioregulation bezeichnet
werden. Ausschlaggebend für die Bioregulation ist seine Dynamik. Die Dynamik oder die Breite der Regulation wird
beeinflusst durch individuelle Ressourcen. Die Grundlage für diese These findet man im Modell der Salutogenese
von Aron Antonovsky.
Über die Salutogenese und die Mind-Body Connection kann nachgewiesen werden, dass Geist und Bewusstsein den
menschlichen Organismus steuern. Gedanken und Emotionen sind als komplexe Informationsmuster zu verstehen,
die verbunden mit Willen und Motivation auf die Strukturebene einwirken. Auf der anderen Seite kann gezeigt werden, wie durch den
vagalen Tonus Emotionen und Verhalten beeinflusst werden [PORGES, ST.: Die Polyvagal-Theorie].
Daraus resultiert, dass nur ein bestimmter Teil des vegetativen Nervensystems autonom arbeitet, während ein anderer Teil willentlich
beinflusst werden kann. Die Beeinflussbarkeit durch die Atmung (respiratorische Sinusarrhythmie) und durch Emotionen und Verhalten
wurden in zahlreichen internationalen Arbeiten wissenschaftlich nachgewiesen.
Das vegetative Nervensystem ist das grundlegende Regulationssystem im menschlichen Organismus. Es besitzt eine Leitfunktion für die
gesamte Bioregulation. In Wechselwirkung mit dem Hormonsystem bildet es das wichtigste Informationssystem für die Mind-Body Connection.
Aus der Sicht der Systemanalyse könnte man auch von einem Mind-Body-Connection-System sprechen.
Der auf dieser Homepage dargestellte methodische Ansatz basiert auf einer Funktionsdiagnostik des vegetativen Nervensystems
mit Hilfe einer Bioregulationsanalyse (BRA). Die wissenschaftliche Basis ist die Biokybernetik und die neurobiologische Regulationsmedizin.
In einer biophysikalisch-funktionellen Betrachtungsweise werden wichtige vegetative Regelkreise untersucht.
Die Bioregulationsanalyse ist eine neue Methode, mit der die Haupteigenschaften der
vegetativen Regulation quantitativ bewertet werden kann. Die Grundlage bildet die Dynamik oder Variabilität der
Herzfrequenz, die als Herzfrequenzvariabilität (HRV) bezeichnet wird. Diese wird hierbei in einer weit komplexeren Form
betrachtet, als dies bisher erfolgte. Bioregulationsanalyse unterstreicht ein ganzheitliches Konzept und bildet mit
ihrer wissenschaftlichen Basis die Schlüsseldiagnostik in einer künftigen ganzheitlich orientierten Medizin.
Der komplexe Zusammenhang von Verhalten, Emotionen und dem physischen Körper kann gemessen und objektiviert werden - was viele nicht wissen
oder andere nicht glauben wollen.
Daher ist es an der Zeit, das vegetative Nervensystem als Schnittstelle zwischen körperlichen und emotionalen Vorgängen neu zu verstehen.
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