Im heutigen ärztlichen Alltag dominieren Funktions- und Befindlichkeitsstörungen.
Chronische Erkrankungen und Allergien werden häufiger und stellen damit neue Anforderungen
an die medizinischen Leistungserbringer.
Emotionale Belastungen in Verbindung mit Bewegungsmangel und falscher Ernährung werden immer
öfter als Ursachen für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselkrankheiten genannt. Daraus ergibt sich nicht nur
die Frage nach den dahinterstehenden Wirkmechanismen, sondern auch die Frage nach frühzeitigen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.
Das vegetative Nervensystem ist das grundlegende Regulationssystem im menschlichen Organismus und gleichzeitig das
Bindeglied zwischen den Interaktionen von Körper, Gedanken und Emotionen. Dieser Zusammenhang wird
international als Mind-Body Connection beschrieben, ein Begriff, der in Deutschland noch weitgehend unbekannt ist.
Wissenschaftliche Erkenntnisse aus Neurobiologie und Emotionsforschung haben zu einem neuen medizinischen Fachgebiet
geführt, das den komplizierten Namen Psycho-Neuro-Endokrino-Immunologie trägt. Es untersucht das Zusammenwirken von
Psyche-Nervensystem-Hormonsystem und Immunsystem. Der vegetativen Regulation kommt dabei die Leitfunktion zu. Der Körper reagiert
auf das , was im Gehirn vor sich geht. Gedanken und Emotionen bestimmen somit das Sein. Damit kann das vegetative
Nervensystem als Bindeglied zwischen Körper und Seele auch als emotionales Gehirn bezeichnet werden. Es steuert die Gefühle,
Wohlfühlen, Gesundheit und Lebensfreude.
Dieser Zusammenhang kann gemessen und objektiviert werden und erlaubt frühzeitig eine globale Abschätzung von gesundheitlichen Risiken.
Die vegetative Regulation beschreibt einen Energie-Stoffwechsel- und Informationsprozess. Ist dieser gestört oder
eingeschränkt, kann kein ausreichender Stoffwechsel und Informationsaustausch stattfinden.
Daher spielt die vegetative Regulation die entscheidende Rolle bei der Erhaltung von Gesundheit und Wohlbefinden.
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